In die Zukunft investieren

   
 

Zulieferer für die Metallindustrie: Rahdener Firma Heinzig auf Erfolgskurs

Rahden (WB). »Sie haben die Idee. Wir setzen sie um« – Millimetergenaue Präzision ist das Erfolgsrezept der Firma Heinzig aus Rahden. »Wir machen alles, was mit Metall-verarbeitung zu tun hat«, erklärt Mario Heinzig, Enkel der Firmeninhaberin Hildegard Heinzig. Mario Heinzig ist nach Beendigung seines Studiums als Wirtschaftsingenieur am 1. November 2005 als Assistent der Geschäftsleitung in die Firma seiner Großmutter eingetreten.
Er unterstützt den Geschäftsführer Friedhelm Ossenschmidt sowie den Betriebsleiter Andreas Höhne vorrangig im Bereich Controlling und Marketing.

Das Unternehmen, das heute 80 Mitarbeiter beschäftigt, wurde am 1. Mai 1952 von Erich Heinzig, dem Großvater von Mario Heinzig, gegründet. Produziert wurden in der Nachkriegszeit Maschinen für die Landwirtschaft, angefangen bei der ersten vollautomatischen Kartoffellegemaschine bis zum Miststreuer.
1957 begann Heinzig mit der Fertigung von Stahlrohrgestellen. 1992 wurde mit einer neuen Halle die jüngste Erweiterung des Betriebes fertiggestellt.
Heute ist die Firma Heinzig zu einem modernen Zulieferer für metallverarbeitende Unternehmen geworden. CNC Laserschneiden, Stanzen, Wasserstrahlschneiden,
Abkanten, Profilrohrbearbeitung, Fräsen, Oberflächenfinish und Verbindungstechnik gehören heute zum Leistungsspektrum des Rahdener Betriebes.
»Im vergangenen Frühjahr haben wir eine automatische Pulverbeschichtungs-anlage angeschafft, mit der sich die Oberflächen der bearbeiteten Materialien veredeln lassen. Lösemittelfreie Beschichtung und Pulverrecycling gehören zu den Highlights der Anlage«, so Heinzig.
»Aufgrund der äußerst positiven Auftragsentwicklung der vergangenen Monate planen wir für dieses Jahr weitere Investitionen«, verrät Heinzig. Die Geschäftsleitung hofft, dass sich diese positive Entwicklung der vergangenen Monate fortsetzt.

So soll im kommenden Monat eine neue CNC gesteuerte Abkantpresse angeschafft werden. Im zweiten Halbjahr steht im Bereich der Lasertechnik die Erweiterung um eine zusätzliche Laser-Schneidanlage an. Ein weiterer Schwerpunkt, neben den genannten Investitionen, wird auch in diesem Jahr die Prozessoptimierung sein, um mögliche Reibungsverluste zu entdecken und dadurch die Qualität der Produkte noch weiter zu verbessern. Im Zuge dessen wird eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001 noch in diesem Jahre angestrebt.

Neben dem Bereich Blechbearbeitung stehen für die Profilrohrbearbeitung moderne CNC gesteuerte Produktionsanlagen, wie etwa mannlose CNC Säge, CNC-Biegeanlagen sowie die Möglichkeit der Konturbearbeitung von Rohren mittels eines Rohrlasers.

»Es geht voran«, sagt Geschäftsführer Friedhelm Ossenschmidt zum Erfolg. »Wenn die Entwicklung der ersten zwei Monate so weitergeht, werden wir in diesem Jahr wohl 5,5 Millionen Euro Umsatz erreichen. Aufgrund der guten Wirtschaftslage werden wir auch derart überproportional investieren«, erklärt er.
Stolz ist man bei Heinzig auch auf den Anteil der Auszubildenden: Mit etwa zehn Prozent liege man damit höher als mancher heimische Großbetrieb, betont Heinzig. Die beste Technik sei nutzlos ohne das entsprechende »Humankapital«.
So werden in diesem Jahr erstmals drei anstatt zwei Lehrlinge in der Fachrichtung Metallbau ausgebildet. Wert gelegt wird aber nicht nur auf die Ausbildung von Nachwuchskräften, sondern auch auf die Fort- und Weiterbildung der angestammten Mitarbeiter. Nachgedacht wird über einen »Tag der offenen Tür« für potenzielle Auszubildene.


Heinzig-Mitarbeiter Ulrich Heuer in der Endkontrolle
der automatischen Pulverbeschichtungsanlage.
Die Anlage bürgt für hohen Qualitätsstandard
der gefertigten Teile.

Artikel erschienen in: Westfalen Blatt; Nr. 51/2006